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Vachère de Grateloup - Von der Leyen

Vachère de Grateloup - Von der Leyen

Vachère de Grateloup - Von der Leyen

Vachère de Grateloup, Argence (*13.08.1853 Lencloitre, Dept. Vienne; † 17.07.1921 Mirebeau), Abbé, franz. Priester in Mirebeau-en-Poitou bei Poitiers. Bei einem Italienaufenthalt 1906 erhielt der Abbé von der Zisterzienserin Benedicta Frey zu Viterbo († 1913) ein Kruzifix, und sie prophezeite ihm, dass bei ihm wunderbare Dinge geschehen würden. Damals erhielt er aus dem Nachlass der 1903 im Ruf der Heiligkeit verstorbenen Witwe Sacchetti auch ein großes Herz Jesu-Bild, an dem sich später die ominösen paranormalen Blutungsphänomene ereignen sollten. In seiner Privatkapelle bluteten am 8.09.1911 besagtes Herz Jesu-Bild sowie zwei andere ähnliche Bilder bis kurz vor seinem Tod mit Unterbrechungen etwa zehn Jahre lang. Am 16.10.1911 vernahm der Abbé auch erstmals eine vom Bild herkommende Stimme. Zudem bluteten einige Hostien. Blutphänomene ereigneten sich ebenso anlässlich seines Besuches in Aachen im Juni 1920. Am 22.04.1914 verhängte der Apostolische Stuhl von Rom über V. die Exkommunikation (siehe: Acta Apostolicae Sedis 1914, 226 f.). Es wurden Bemühungen um seine Rehabilitierung unternommen, V. hat sie nicht mehr erlebt. Zu den Blutphänomenen vgl. auch > Vintras.

Lit.: Birven, Henri: Abbé Vachère, ein Thaumaturg unserer Zeit. Brandenburg / Havel: Wiesike, 1928; Eigene Aufzeichnungen von Abbé Vachère. In: Das Zeichen Mariens 6 (März 1973) 11, 1877 – 1882.

Vaitl, Dieter (*30.03.1940), Dr. phil., Psychologe, derzeit Vorstand des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene in Freiburg. 1959 – 1960 Studium der Philosophie, Soziologie und Biologie an der Phil.-Theol. Hochschule in Freising, 1960 – 1962 Studium der Philosophie an der Gregoriana, Rom. Abschluss: Lizentiat in Philosophie. 1962 – 1963 Studium der Katholischen Theologie an der Gregoriana; Oktober 1963 bis April 1967 Studium der Psychologie am Psychologischen Institut der Universität Freiburg (Akademische Lehrer: Prof. Dr. Dr. H. Bender, Prof. Dr. R. Heiss, Dr. J. Fahrenberg); April 1967 Diplom in Psychologie, im Feb. 1973 Promotion zum Doktor der Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität, Münster. 1976 Ernennung zum Professor für Klinische Psychologie und ihre Grenzgebiete am Fachbereich Psychologie, Universität Gießen. 2000 Direktor des Bender Institute of Neuroimaging (BION), Universität Giessen, Seit 2001 Leiter des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene, Freiburg.

W.: Zus. m. Hans Petermann: Handbuch der Entspannungsverfahren. Bd. 1: Grundlagen und Methoden. Beltz, PVU, 1999; Veränderte Bewusstseinszustände, Franz Steiner 2003.

Valiantine, George (1874 – 1947), amerikanisches Medium, hinsichtlich mancher Séancen trickverdächtig. V. spezialisierte sich auf das Hervorbringen direkter Stimmen mittels eines Hörrohrs (Trompete) in verschiedenen europäischen Sprachen; in einem Fall sogar in Altchinesisch, wofür sich der brit. Linguist Dr. Neville Whymant, eine Kapazität in chinesischer Geschichte und alter Literatur, verbürgte. Er wurde nämlich gebeten, sich in einem New Yorker Privatzirkel als ‚Dolmetsch‘ für die Kommunikation mit dem Medium bzw. mit dessen Kontrolle (Kon-fu-tse) zur Verfügung zu stellen. V. wurde auch in London mehrmals getestet. Der britische Autor und Spiritist H. Dennis > Bradley, der V. jahrelang studiert hatte, brach später den Kontakt mit dem Medium ab, wenngleich er von der Echtheit der Stimmen überzeugt war.

Lit.: Bradley, H. Dennis: Towards the Stars, London 1925; The Wisdom of the Gods, London 1925; Woolley, V. J.: Sittings with George Valiantine. In: PSPR 36 (1928); Whymant, Neville: Psychic Adventures in New York, London 1930; And After, London 1931; Salter, W. H.: The History of George Valiantine. In: PSPR 40 (1932).

Valiente, Doreen (*4.01.1922 Mitcham,
South London; † 1.09.1999 Brighton), englische Schriftstellerin, Hexe und Verfechterin des Neo-Paganismus (erste Ehe 1941). Valiente ist der Name ihres zweiten Mannes, Casmiro Valiente (Heirat 1944; † 1972). Obgleich sie aus einer christlichen Familie stammte und eine Klosterschule besucht hatte, fühlte sie von früher Jugend an, dass sie die Kraft zur Magie habe. Mit G. B. > Gardner, den sie nach Aufhebung des Hexereigesetzes 1952 auf Umwegen kontaktiert hatte, entwickelte sie die Rituale des neuzeitlichen Hexenkults. V. wies auch nach, dass die von Gardner angegebene alte Hexe Dorothy Clutterbuck, die vermutlich an seiner Initiation beteiligt gewesen war, keine Fiktion, sondern eine reale Person gewesen ist. 1953 wurde V. Gardners Hohepriesterin; wegen ideologischer Differenzen trennte sie sich  1957 jedoch von ihm und gründete ihren eigenen Coven.

W.: An ABC of Witchcraft Past and Present. London: Robert Hale, 1973; Nature Magic, 1975; Witchcraft for Tomorrow, 1978.

Lit.: Guiley, Rosemary Ellen: The Encyclopedia of Witches and Witchcraft, 1999; Ruickbie, Leo: Witchcraft Out of the Shadows. London: Robert Hale, 2004.

Valtorta, Maria (*14.03.1897 Caserta,
nördl. von Neapel; † 12.10.1961 Florenz), Lehrerin, Krankenpflegerin und Myst. mit außergewöhnl. Visionen u. Offenbarungen, die sie in 122 Heften (15.000 Manuskriptseiten) niederschrieb. Ihre Eltern stammten aus der Lombardei. Die Familie wechselte mehrmals den Wohnsitz: 1899 Übersiedlung nach Faenza bei Ravenna, 1901 nach Mailand, seit 1907 in Voghera, 1920 in Reggio Calabria, 1922 in Florenz, seit 1924 in Viareggio nördl. von Pisa. Mit 12 Jahren kam V. ins Internat zu den Caritasschwestern in Monza, bis zum 17. Lebensjahr. Als sie sich zweimal verliebte, zerschlug ihre strenge Mutter jeweils die Beziehung. 1916 hatte V. im Traum eine beeindruckende Begegnung mit Jesus. 1917 arbeitete sie als Samariterschwester im Militärspital von Florenz. Im Alter von 23 Jahren erhielt sie von einem Gassenbuben mit einer Eisenstange einen Schlag auf die Niere, was zu lebenslangem Siechtum führte.

1931 bot sich V. Gott als Sühneopfer an; ab 1933 konnte sie ihr Haus nicht mehr verlassen; vom 1.04.1934 an bis zu ihrem Tod war sie bettlägerig. In Maria Diciotti fand sie eine treue Gefährtin bis zum Tod. Ihre Wahrnehmungen während ihrer außergewöhnlichen Visionen zeichnete sie in den Jahren 1943 bis 1951 auf. Neben zwei Schriftkommentaren verfasste sie ein Leben Jesu in 10 Bänden, Il poema dell’Uomo-Dio (Der Gottmensch: Leben und Leiden unseres Herrn Jesus Christus). Bei dieser Arbeit bestätigte ihr Christus, dass dieses Werk kein kanonisches, sondern ein inspiriertes Buch sei (20.01.1947).

Das päpstl. Bibelinstitut erklärte 1952 (Unterschrift vom späteren Kardinal Bea): „Ich war sehr beeindruckt von der Tatsache, dass die archäologischen und topographischen Beschreibungen mit bemerkenswerter Genauigkeit wiedergegeben sind…“

Papst Pius XII. sagte bei einer Audienz am 26.02.1948 über ihr Monumentalwerk: „Veröffentlicht dieses Werk, so wie es ist. Wer es liest, wird verstehen…“ P. Pio sagte angeblich voraus, ihre Schriften würden eine große Wirkung haben und in der ganzen Welt verbreitet werden. Aber schon 1960 kamen ihre Schriften auf den Index der verbotenen Bücher (dieser ist jedoch seit 14.06.1966 als Kirchengesetz außer Kraft gesetzt). Nach zweimaliger Exhumierung fand V. ihre letzte Ruhestätte in Santissima Annunziata (Kapitelsaal beim Kreuzgang) in Florenz.

W.: Der Gottmensch (Niederschrift ihrer Visionen). Zwölfbändige Lebensgeschichte Christi. Autobiografie (448 Seiten). Hauteville: Parvis, 1997.

http://www.maria-valtorta.com/

Lit.: Castella, André. Das Morgenrot einer neuen Zeit: Offenbarungen Jesu an M. Valtorta. Hauteville: Parvis, 31994; Roschini, Gabriel M. OSM: Die Mutter Gottes in den Schriften Maria Valtortas (432 Seiten) Hauteville: Parvis 2001.

Van Eeden, Dr. Frederik Willem

(*3.04.1860 Haarlem; † 16.06.1932 Bussum /NL), niederländischer Arzt, Psychologe, Psychotherapeut, Schriftsteller. Medizinstudium in Amsterdam mit Promotion 1886. Heirat mit Martha van Vloten, nach Scheidung 1907 zweite Ehe mit Geertruida Woutrina Everts. Er war bekannt mit F. W. H. > Myers und hatte Interesse an der parapsychologischen Forschung. Der in der Klartraumforschung verwendete Terminus „luzide Träume“ (lucid dreams) wurde wahrscheinlich von ihm geprägt als Ausdruck für die subjektive Gewissheit zu träumen. V. E. studierte das britische Medium Rosina Thompson, besuchte in den USA William > James, in Wien S. > Freud und stand in Korrespondenz mit dem Schriftsteller Hermann Hesse.

W.: A Study of Dreams. In: Proceedings of the Society for Psychical Research 26 (1913).

Vanna von Orvieto (*1264 Cornaiolo bei Fabro; † 23.07.1306 Orvieto), auch Giovanna / Johanna de Urbeveteri, selig (11.09.1754, Fest: 23. Juli), Dominikanerterziarin. Mit fünf Jahren verlor sie ihre Eltern, verdiente sich durch Näharbeiten ihren Lebensunterhalt. Um einer von den Verwandten geplanten Ehe zu entgehen, verließ sie das Haus und fand mit 22 Jahren in Orvieto Aufnahme als Terziarin der Dominikanerinnen. Häufig fiel sie in Ekstasen, wenn über Christus oder die Heiligen gesprochen wurde; dabei nahm ihr Körper auch die Stellung der sterbenden Märtyrer ein. Sie konnte zukünftige Ereignisse voraussagen und soll öfters, wenn sie betete, levitiert worden sein. In ihren letzten zehn Lebensjahren durchlebte sie am Karfreitag die Passion Christi; bei ihrem Tod strömte aus ihrer Seitenwunde Blut. Grab in S. Domenico in Orvieto.

Lit.: Fiumi, M. L.: Le mistiche umbre, Florenz 1928, S. 95 – 118; Pozzi, G. / C. Leonardi (Hrsg.): Scrittrici mistiche italiane, Genua 1988, Ndr. 1996.

Varani, Camilla Battista (da Varano)

(*9.04.1458 Camerino; † 31.05.1524 ebd.),  heilig (17.10.2010, Fest: 31. Mai), Adelige, Klarissin, Kreuzes-Mystikerin, Visionärin. Fühlte sich ekstatisch am Fuße des Kreuzes befindlich und hatte eine innere Beziehung zu > Katharina von Bologna. In La vita spirituale beschreibt sie ihren spirituellen Weg und die Phasen ihrer religiösen Bekehrung. 1481 Eintritt in das Klarissenkloster von Urbino (Ordensname Battista). In Camerino gründete sie 1484 ein Kloster u. später eine Frauengemeinschaft in Fermo. 1502 wurden ihr Vater sowie ihre drei Brüder von Cesare Borgia ermordet.

Lit.: Luzi, Pietro: Camilla Battista da Varano: Una spiritualista fra papa, Borgia e Lutero, Gribaudi 1989.

http://www.sorellepoveredisantachiara.it/01_sorellepovere/camilla_cameri...

Vassula, verheir. Ryden (*18.01.1942 Ägypten), kontrovers beurteilte griech.-orthodoxe Mystikerin griechischer Abstammung; war beruflich Malerin, professionelle Tennisspielerin (in Bangladesh), Mannequin. 1966 Heirat mit Mr. Rydén, einem Beamten der UNO-Organisation FAO. 1984 kam V. nach Bangladesh, ab 1987 wohnhaft in der Schweiz. Sie empfängt seit 1985 in englischer Sprache Botschaften von ihrem Schutzengel Daniel sowie durch die innere Stimme auch von Jesus in Form von Diktaten. So erfuhr sie eine innere und äußere Bekehrung. Am 23.01.1982 wurde sie als Referentin nach Genf zum Ecumenical World Council of Churches eingeladen. Sie nahm auch als Hauptreferentin am charismat. Kongress vom 25. – 29.06.1992 in Ottawa / Kanada teil. Von ihr erschienen mehrere Bücher mit Geleitwort v. Renè Laurentin, der sich für den übernatürl. Charakter der Kundgaben aussprach. Nach dem Urteil der römischen Glaubenskongregation komme V.s Schriften gemäß dem Bescheid vom 6.10.1995 kein übernatürlicher Charakter zu, doch wurden in den Jahren 2002 bis 2005 zwischen V. und der Glaubenskongregation klärende Gespräche geführt.

www.vassula.org

Vaughan, Diana (*,1874‘, imaginär!), Name einer fiktiven Frau, als „Teufelsbraut“, von dem antiklerikalen Journalisten Leo > Taxil zusammen mit Bataille erfunden. 1895 – 97 veröffentlichte Taxil ihre ‚Memoiren‘. Auf dem Anti-Freimaurer-Kongress in Triest 1896 wurde über die angebl. Existenz von V. heftig diskutiert. 1897 erklärte Taxil, er habe Diana V. u. den Teufelskult der Freimaurer erfunden.

Vaughan, Thomas (*17.04.1622 Newton St. Briget, Brecknockshire, Wales; † 27.02.1666 Albury, Surrey, Engl.), Arzt, Iatrochemiker, Alchemist. Sein Pseudonym ‚Eugenius Philalethes‘ ist sein Rosenkreuzername. Er ist der jüngere Zwillingsbruder des Dichters Henry V. (1622 – 1695). Gründer der Royal Society; 1641 Einweihung in die FM; ab 1638 Studien am Jesus College in Oxford, B.A.-Abschluss 1642. Nach einigen Jahren in Oxford lebte V. am Hof seines Bruders in Newton sowie in verschiedenen Gebieten Londons und studierte Alchemie und verwandte Themen. 1651 Heirat, seine Frau starb 1658. Mit seinem Gönner Sir Robert Murray floh er während der Pest von 1665 aus London nach Oxford. V. starb infolge eingeatmeter Quecksilberdämpfe im Haus von Samuel Kem in Albury. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist Thomas V. nicht identisch mit Eirenäus Philalethes, der angeblich in Amerika den Stein der Weisen fand und dem das Buch Introitus Apertus in Occlusum Regis Palatium (1667), dt.: Eröffnung der Tür zum königl. Palast; Metamorphosis Metallorum (1668), zugeschrieben wird.

W.: Anima magica abscondita, 1650; Anthroposophia theomagica, 1650; Magia adamica, 1650, Amsterdam 1704; Lumen de Lumine and Aphorisimi Magici Eugeniani, 1651; Fama et confessio confratriae Rosae Crucis, London 1652.

Lit.: Waite, E. A. (Hrsg.): Works of Thomas Vaughan, Eugenius Philaletha, London  1919.

Vay, Adelma v., geb. Wurmbrand-Stuppach (*20.10.1840; †1924), Schreibmedium, Hell-
seherin, Heilerin. Die Baronin verbrachte ihre Kindheit in Erdély; 1860 Heirat mit Baron Ödon Vay de Vaya. Die ersten zehn Jahre ihres Hausstands wohnhaft in Tiszalök, später in dem damals noch österreich. Gonobitz (heute Slovenske Konjice in Slowenien), wo sie auch begraben ist. Die Medialität der Baronin trat erstmals 1865 zu Tage. Der Arzt und Magnetiseur Dr. Gardos veranlasste sie, zur Befreiung krampfartiger Schmerzen das sog. automatische Schreiben zu versuchen, was sie als Katholikin anfänglich ablehnte. Doch beim ersten, mehr aus Spaß unternommenen, Versuch meldete sich bei ihr der Schutzgeist Thomas und kündigte ihre Gesundung an sowie für 1867 den Tod Heinrichs, des Bruders ihres Mannes, und für 1870 den Sturz Napoleons, was beides eintraf. Später wurde sie angeblich auch von ihrem Vater Ernö (Ernst) Hahnemann und anderen Kontrollen geleitet und stellte medial Rezepte aus. Auf Anregung der jenseitigen Führer wurde am 21. April 1873 in Budapest der „Verein Spiriter Forscher“ gegründet; der bis zur kommunist. Machtergreifung 1947/48 bestand.

W.: Studien über die Geisterwelt. Leipzig, 1874.

Veltheim-Ostrau, Hans-Hasso

(*15.10.1885 Köln; † 13.08.1956 Utersum /
Insel Föhr), Ethnograph, grenzwiss. Autor; Privatgelehrter, Weltreisender, Schriftsteller; Studien in Archäologie, Geschichte, Philosophie mit Promotion 1912 an der Univ. Bern. 1916 Begegnung mit Rudolf > Steiner und Heirat mit Hildegard Duisberg (1892 – 1964), Ehe 1924 geschieden. Sein Leben wurde auf seinen asiatischen Reisen, vor allem in Indien, durch Kontakte mit Jiddu > Krishnamurti und > Ramana Maharshi mitgeprägt. Seine Urne konnte erst 1990 in der Grab-Altar-Kapelle in der Schlosskirche zu Ostrau beigesetzt werden.

W.:  Tagebücher aus Asien. 1937 – 1939. Bali. Berlin: Suhrkamp, 1943; Tagebücher aus Asien. Erster Teil: Bombay, Calcutta, Kaschmir, Afghanistan, die Himalayas, Nepal, Benares. 1935 – 1939. Köln: Greven, 1951; Der Atem Indiens. Tagebücher aus Asien. Neue Folge: Ceylon und Südindien. Hamburg: Claassen, 1954; 2. erw. Ausg. Hamburg: Claassen, 1956; Götter und Menschen zwischen Indien und China. Tagebücher aus Asien. Dritter Teil: Birma, Thailand, Kambodscha, Malaya, Java und Bali. Hamburg: Claassen, 1958; Der Geist Asiens. Das Bleibende aus 3 Büchern. Zusammengefasst u. hrsg. von Gisela Bonn. Düsseldorf: Claassen, 1976.

Lit.: Italiaander, Rolf (Hrsg.): Hans-Hasso von Veltheim-Ostrau. Privatgelehrter und Weltbürger. Düsseldorf: Droste, 1987; Walther, Karl Klaus: Hans Hasso von Veltheim. Eine Biographie. Halle (Saale): MDV, 2004. Nachruf in: Neue Wissenschaft 6 (1957) 10, S. 318f.

Veronica Giuliani, hl. > Giuliani, V.

Veronica von Binasco (*1445 Binasco / I; † 13.01.1497), selig (Fest: 13. Jan.). Als armes, ungebildetes Bauernmädchen Giovanna Negroni trat sie 1466 als Laienschwester bei den Augustiner-Eremitinnen (OESA) von S. Martha in Mailand ein und wählte den Ordensnamen Veronica. Sie hatte die Gabe der Kardiognosie und erlebte Visionen u. Ekstasen, in denen sie das ganze Leben Christi sehen durfte. Sie kannte die Sünden aller Schwestern in den Klöstern und die der Kleriker. 1495 besuchte sie Papst Alexander VI. in Rom, um ihn zu ermahnen. Er empfing sie wohlwollend und bedachte ihr Kloster mit geistlichen Privilegien. Ihre Reliquien wurden infolge Unterdrückung der Klöster in der Lombardei 1798 in die Pfarrkirche von Binasco übertragen. Ein Beatifikationsprozess wurde nicht geführt, ein lokaler Kult wurde jedoch von Papst Leo X. 1517 gestattet und von Klemens X. 1672 auf die ganze Kirche ausgedehnt; Benedikt XIV. nahm ihren Namen 1749 in das Römische Martyrologium auf.

Verrall, Margaret de G. (1857 – 1916), britische Gelehrte, Mitglied der SPR, Automatistin. Ihre durch automatisches Schreiben (seit 1901) zustande gekommenen Schriften, die auf F. W. > Myers und Henry > Sidgwick als jenseitige Urheber hindeuten, gehören zu den ersten Beiträgen über das Erscheinungsbild der sog. Kreuz-Korrespondenzen. Ein Beispiel: Eine Erfahrung vom 31. Jänner 1902 überzeugte V. vom realen Zusammenhang dieser empfangenen „cross-correspondences“; denn sie erhielt ein Skriptum in Latein und Griechisch, signiert mit dem Symbol von ‚Rector‘, einem der spiritist. Hauptkontrollen von Leonore > Piper. Dieses Schreiben bezog sich auf eine Kugel (sphere) und auf ein ‚fliegendes Eisen‘ (volatile ferrum), eine von Vergil gebrauchte Bezeichnung für einen Speer. Es war dem Medium nicht bekannt, dass zwei Tage vorher in Amerika Richard > Hodgson der Kontrolle (Rector) von Piper vorgeschlagen hatte, dass er versuchen solle, V.s Tochter in England mit der Vorstellung, dass er eine Kugel oder einen Speer halte, zu beeindrucken.

W.: On a series of automatic writings. In: PSPR (1906) 20, 1 – 432; Report on a series of experiments in ‘guessing’. In: PSPR  (1918) 29, 64 – 110.

Lit.: Lambert, G. W.: Studies in the automatic writing of Mrs. Verrall… In: JSPR (1964) 42, 389 – 399; (1965) 43, 62 – 77; 169 – 181; (1968) 44, 373 – 389; (1970) 45, 220 – 229; 286 – 294, 371 – 381; (1971) 46, 113 – 124, 173 – 183, 217 – 222.

Verweyen, Johannes Maria

(*11.05 (06 ?) 1883 Till / Kreis Kleve / D;

† 21.03.1945 Bergen-Belsen),

Dr.  phil., Univ.-Prof. der Philos. in Bonn (1908), pps. Autor, 1922 Mitglied der Großen Loge v. Hamburg, 1927 Mitglied der Deutschen Kulturgemeinde zur Pflege der Astrologie, ab 1928 Generalsekretär der Adyar-TG in Deutschland; 1934 durch NS-Regime enthoben; Mitglied der Liberal-Katholischen Kirche, 1941 Verhaftung u. Abtransport in das KZ Sachsenhausen, wo er an Flecktyphus starb.

W.: Betrachtungen zur Mystik, Leipzig 1926; Weltgeheimnis und Probleme des Okkulten, Berlin 1926; Das Problem des Mediumismus, Stuttgart 1928; Das Geheimnis v. Konnersreuth, Stuttg. 1932.

Lit.: Kampe, Karl: Johannes M. Verweyen, Wiesbaden 1962.

Vesme, Cesare de (*12.11.1862 Turin;  † 18.07.1938 Paris), ital. Schriftst., 1898 Redakteur der Rivista di Studi Psichici sowie der französ. Ausgabe Revue des Études Psychiques, die 1905 mit den Annales des Sciences Psychiques vereinigt wurde, mit V. als Herausgeber. Von 1934 bis 1938 war V. Generalsekretär der Société des Amis de l’ Institut Métapsychique International (Paris).

W.: Geschichte des Spiritismus (3 Bde, dt. 1898, tendenziös und teils polemisch).

Vett, Carl (*25.09.1871 Aarhus / Dänemk.; † 1.02.1956 Rom), dän. Geschäftsmann,  Esoteriker, Schriftsteller, Anthroposoph. Befreundet mit Rudolf > Steiner, von dem er einige Werke ins Dänische übersetzte. Organisation mehrerer internationaler Kongresse für Metaphysik bzw. Parapsychologie. Sein Herzensanliegen waren der Weltfrieden und die Brüderlichkeit unter den Menschen. Befürworter einer biodynamischen Landwirtschaft, die er in den 1930er Jahren auch in Kalifornien einführte. Ein Teil seiner Asche wurde in Dänemark ins Meer geschüttet, der andere Teil ruhte in einer Urne im Goetheanum, Dornach / CH, wo sie 1989 im Anthroposophischen Gedenkhain beigesetzt wurde.

W.: Sufi-Tagebuch. Seltsame Erlebnisse in einem Derwischkloser. Freiburg i. Br.: Maurer, 2005.

Vianney, Jean-Baptiste-Marie

(* 8.05.1786 Dardilly, Lyon; † 4.08.1859 Ars / F), hl. (1925, Fest: 4. August), bekannt als „hl. Pfarrer von Ars“, charismatischer Beichtpriester. Er war das vierte Kind einer Bauernfamilie zur Zeit der Franz. Revolution; lernte erst mit 17 Jahren schreiben; 1806 durch die treue Hilfe des Pfarrers v. Écully, Charles Bailey, auf das Studium vorbereitet, 1813 im Priesterseminar Lyon; bald musste er wieder Privatunterricht nehmen. 1815 Priesterweihe; danach zuerst Vikar in Écully, sodann 41 Jahre – vom 13.02.1818 an bis zu seinem Tod – Seelsorger in Ars-sur-Formans im Norden von Lyon; 1850 zum Ehrendomherrn ernannt, 1855 Ritter der Ehrenlegion; 1929 Patron aller Pfarrer. Bekannt sind die außergewöhnlichen myst.-dämon. Phänomene um seine Person und  in seinem Pfarrhof. Zum 100. Todestag des Heiligen veröffentlichte Papst Johannes XXIII. über ihn die Enzyklika Sacerdotii nostri primordia (1.08.1959).

Lit.: Trochu, Francis: Die Seele des hl. Pfarrers von Ars. Gröbenzell: Hacker, 1971; ders.: Die geheimnisvollen Erleuchtungen des hl. Pfarrers von Ars, ebd. 1972; Christiani, Louis: Der hl. Pfarrer von Ars. Trier: Paulinus, 14 2009.

Vicka Ivankovic > Seher v. Medjugorje.

Vigenère, Blaise de (* 15.04.1523 Saint Pourçain; † 1596), französ. Historiker, Alchemist, Kryptograph; jahrelanger Sekretär des Herzogs von Nevers, zwei Jahre im diplomatischen Dienst in Rom, wo er in einem Archiv mit der Kryptologie in Kontakt kam, und zwar durch die Schrift De componendis cifris (1466 / 67) des Architekten und Mathematikers Leo Battista Alberti (1404 – 1472), und in der Folge um 1570 seinen Dienst aufgab, um sich der Kryptographie zu widmen (nach ihm benannt: Vigenère-Verschlüsselung, Vigenère-Quadrat als Hilfe zur Verschlüsselung).Verheiratet mit Marie Varé. V. wird die erstmalige Darstellung der Benzoe-Säure (Phenylcarbonsäure) zugeschrieben. Er befasste sich auch mit Geheimschriften (Kryptologie) und Kabbalistik.

W.: Traité des Cometes, 1580; Traité des chiffres, ou sécrète manière d’écrire, Paris 1587; Traité du feu et du sel, 1618.

Villars, Abbé de (*1635 bei Toulouse; † 1673), eigentl. Abbé Montfaucon de Villarceaux, franz. okk. Schriftsteller, Verfasser eines vieldiskutierten Rosenkreuzerromans über Elementargeister. Nach dessen Titelfigur ‚Comte de Gabalis‘ wurden die „Geheimen Wissenschaften“ auch „Gabalika“ genannt. Möglicherweise wollte V. die Geisteswelt der Hermetiker mit der Erfindung des Reiches der Gnomen und Sylphen bloß ironisieren, denn in Zedlers Universallexikon, Bd. 48, 1746, heißt es: „Da man aber eines theils nicht wuste, ob der Verfasser nur Schertzweise, oder im Ernste dergleichen Dinge auf die Bahn gebracht, …wurde die Schrifft confisciret, und ihm selber die Cantzel verboten.“ V. wurde unterwegs von Paris nach Lyon von Straßenräubern umgebracht.

W.: Le Comte de Gabalis, ou entretiens sur les sciences secrètes, 1670; Les Genies assistans et les Gnomes irreconsiliables, Amsterdam 1715; Nouveaux entretiens sur les sciences secrètes, touchant la nouvelle philosophie, Amsterdam 1732 (beide Bücher dt. Berlin 1782).

Vintras, Eugene (*1807; † 7.12.1875), eigentl. Pierre-Michel V., franz. Visionär, gnos-
tischer Prediger und Sektengründer (1839), fühlte sich als Reinkarnation des Propheten Elias; Gründer der „Elias-Karmel-Kirche“. Bei seinen „Messen“ soll angeblich das Phänomen der blutigen Hostien aufgetreten sein. V. war wegen Betrugs zeitweise im Gefängnis. Gegen Ende seines Lebens kam er in Kontakt mit J. A. > Boullan. 1842 von den französ. Behörden verhaftet und für fünf Jahre ins Gefängnis geworfen. Währenddessen übernahm Abbé Marechal (Ruthmael) die Leitung der Gemeinschaft und führte Rituale mit sexuellem Inhalt ein. 1848 wurde die Kirche des Karmel vom Vatikan verurteilt. 1852 – 62 lebte V. in London, wo er die ‚Ewige Frohbotschaft‘ herausgab.

W.: L’Evangile éternel, 1859.

Lit.: Waite, Arthur E.: Studien in der Mystik. London: Hodder and Stoughton, 1906.

Virdung, Johannes (*15.03.1463 Hassfurt;
† 1535 oder 1550),             Astrologe, wahrscheinlich Schüler des Astronomen Albertus de Brudzewo; Studien in Leipzig und in Krakau. Sodann am Hof Philipps, des Kurfürsten der Pfalz, in Heidelberg. V. stand in Briefwechsel mit Johannes > Trithemius (lit. Quelle für die Figur des vermutlichen Hochstaplers D. Faustus). V. schrieb zahlreiche Werke, vor allem sog. Prognostica (astrolog. Prognosen). Bekannt ist seine Fehlprognose über eine befürchtete Sintflut in den Fischen für das Jahr 1524, die eine verbreitete Katastrophenfurcht auslöste.

W.: Prognosticon super novis stupendis et prius non visis planetarum coniunctionibus. Landshut: Johann Weißenburger, 1521; Practica Teutsch über die newe erschröckliche vor nie gesehen coniunction oder zusammenvereinigung der planeten im jar 1524 zukünftig; Nova medicinae methodus. Haguenau: Valentinus Kobian, 1533.

Lit.: Steinmetz, Max: Johann Virdung von Hassfurt. Sein Leben und seine astrologischen Flugschriften. In: Paola Zambelli: Astrologi hallucinati: Stars and the End of the World in Luther’s Time: Conference Papers, S. 195 – 214, Walter de Gruyter 1986.

Vis-Knut (1792 – 1876), eigentl. Knut Rasmussen Nordgaden aus Svadsum im Gausdal. Sensitiver Bauer aus Norwegen, der angeblich vermisste Personen und Schiffbrüchige finden konnte. Bei einem Gottesdienst 1818 hatte er einen ‚epileptisch-ekstatischen Anfall‘ und hörte Gesänge. Sodann begann er vom nahenden Weltgericht zu predigen, sagte Todesdaten voraus, vollbrachte angeblich Wunderheilungen und rettete Schiffbrüchige. Der Dichter Bjørnstjerne Bjørnon (1832 – 1910) schrieb 1888 über Vis-Knut eine Biografie.

Vivekananda, Swami, Pseud. (*12.01.1863 Kalkutta; † 4.07.1902 Madras, Belur Math), ind. Yogi namens Narendranath Datta, hinduist. Reformator, 1881 Kontakt mit Ramakrishna; wurde sodann dessen bedeutendster Schüler. Studien an der Univ. Kalkutta ab 1881, B.  A. 1884. 1887 Mönch (sanyasin) unter Annahme des Namens Swami Vivekananda, Gründer der Vedanta-Ges. u. a. Hindu-Organisationen. 1893 war V. (obgleich offiziell nicht geladen) hinduist. Vertreter am Weltparlament der Religionen in Chicago, wo er neue Schüler gewann; gründete 1897 die Ramakrishna-Mission. Ein Kämpfer für Frieden und gegen Fanatismus und Symbolbild des indischen Nationalismus. V.s  Bild ist auf einer indischen Briefmarke verewigt.

W.: My Master, Kalkutta 1911; Karma-Yoga u. Bhakti-Yoga, Zürich 1953, Freiburg 1983; Inana-Yoga, Raja-Yoga, beide Freibg. 1983.

Lit.: Rolland, Romain: Das Leben des Vivekananda. Leipzig, 1930 (2 Bde); Vivekananda. Leben u. Werk, München 1972; Nikhilananda, Swami: Vivekananda. A Biography, Calcutta 1987.

Vollhardt, Maria (Pseud.), verheir. Rudloff (*6.05.1864; † 1945 Berlin), umstrittenes, physikal. Medium, weil einige im halbbewussten Zustand produzierte Phänomene (Apporte) betrugsverdächtig erschienen.
Gattin eines deutschen Postangestellten in Berlin, die in den 1920er Jahren von sich reden machte. Während der Séancen wurden krallenartige Gebilde an ihren Händen bemerkt, gedeutet als Ausdruckssymbol für ihre psychische Unterdrückung. Einen Prozess wegen Verleumdung hatte sie verloren.

Lit.: Schwab, Friedrich: Teleplasma und Telekinese: Ergebnisse meiner zweijährigen Experimentalsitzungen mit dem Berliner Medium Maria Vollhart, Berlin 1923; Verl. Ruhnau 1983; Vogel, J. Malcolm: My Psychic Adventures. New York: Scientific American Publishing, 1924.

Vollrath, Hugo, Dr. (*11.04.1877 Loitzsch bei Zeitz; † 1943 Lützschena), Pseud.: Walter Heilmann,  Dr. Johannes Walther; Astrologe, Theosoph, Verleger (NB: Der Doktortitel wurde V. 1914 wegen der gefälschten Dissertation wieder aberkannt). Bibliothekar der von Franz Hartmann 1897 gegründeten Internationalen Theosophischen Verbrüderung (I.T.V) in Leipzig. 1904 Mitglied der T.  G. Adyar, 1908 aus der deutschen Sektion wieder ausgeschlossen. Gründete 1909 die Zschr. Prana, Zentralorgan für prakt Okkultismus. Inhaber des theosoph. Verlagshauses f. okk. u. theosoph. Literatur in Leipzig, in das 1912 auch die theosoph. Zentralbuchhandlung von Arthur Weber integriert wurde. Mit Anton Schneider (> Bô Yin Râ) gründete V. (unter dem Pseudonym W. Heilmann) die Deutsche Rosenkreuzer-Gesellschaft als deutschen Zweig der Rosicrucian Fellowship von Max > Heindel.

W.: In diesem Zeichen wirst du siegen, Leipzig, o. J.

Lit.: Zander, Helmut: Anthroposophie in Deutschland. Theosophische Weltanschauung und gesellschaftliche Praxis 1884 – 1945, Vandenhoeck & Ruprecht 2 2007.

Von der Leyen und zu Hohengeroldseck, Eugenie (*15.05.1867 München; † 9.01.1929 Schloss Unterdießen b. Landsberg / D), außergewöhnliche Seherin und Helferin der Armen Seelen seit 9. August 1921; wollte ursprünglich Ordensfrau werden, wurde ihrer schwachen Gesundheit wegen jedoch nicht aufgenommen. Den größten Teil ihres Lebens verbrachte sie auf Schloss Waal in Bayrisch-Schwaben, seit 1925 nur wenige km entfernt auf Schloss Unterdießen. Eugenie zeichnete ihre Erlebnisse in Tagebuchform auf. Außer ihrem Großneffen († 1945) bemerkten nur Tiere die ihr erscheinenden Phantome der Verstorbenen. In der Nazizeit wurden ihre Erfahrungen in hektografierter Form verbreitet; erstmals veröffentlicht vom Pfarrer Sebastian Wieser († 11.10.1937 in Augsburg-Oberhausen). Wieser war von 1916 – 1.06.1926 Pfarrer in Waal und Seelenführer der Seherin, deren Angaben er als Pfarrer vielfach bestätigen konnte, da er die betreffenden Verstorbenen noch zu Lebzeiten gekannt hatte. Er verbürgte sich daher auch für die Wahrheit des Tagebuches der Prinzessin.

Nach dem 2. Weltkrieg erschienen 12 Auflagen im Schacke-Verl., Wiesbaden, durch Bruno Grabinski (Hrsg.) unter dem Titel Erlöste Seelen. Von Markus Schröder († 24.03.1976) in Eupen / Belgien erschienen vier Auflagen u.  d. Titel Zwischen Himmel und Hölle. Die früher aus Datenschutzgründen abgekürzten Namen wurden in späteren Ausgaben ausgeschrieben.